Spezielle Spielarten - Pizzikato 3/3 | Philipp Dangas

Speziele Spielarten „Pizzikato“ Bsp. 3/3

Pizzikato und seine Anwendung

Eine besondere Art der Tonerzeugung ohne Verwendung des Bogens, nämlich das durch Anzupfen bzw. Anreißen der Saite mit der Fingerspitze ausgeführte pizzikato in seiner Herkunft nach als eine Imitation des Harfen- bzw. Lautenklanges. In den höchsten Lagen wird das Violinpizzikato naturgemäß sehr spitz und gläsern (das Unisono  mit der Harfe ist zu beachten), in der tiefen Lage wirkt der Klang eher dumpf.

Die klanglichen Verwendungsmöglichkeiten des Pizzikatos
Es kann verwendet werden:

Häufig ist das Pizzikato auch in melodischer Akkordfunktion anzutreffen, gleichsam als Ersatz für entsprechende Bläser-Staccato-Akkorde, wobei die durch die Doppel-, Tripel- und Quadrupelgriffe gegebenen Möglichkeiten der Vielstimmigkeit ebenfalls wie in dem Notenbeispiel (welches mit einem linksklick auf die Überschrift "Pizzikato" -am Absatzanfang-, in einem neuen Fenster sich öffnen wird.) günstig ausgenutzt werden kann. Das Pizzikato wird häufig auch rein melodisch verwendet.

Im Rahmen des „symphonischen Heavy Metals“. Die Verwendung des „Pizzikatos“, bedeutet das erzeugen eines „perkussiven“ Klangcharakters. Durch die Verwendung des Bartók-Pizzikatos (= so stark die Saiten anreißen, daß diese auf das Holz anschlagen) wird das Streicherpizzikato dadurch stark verfremdet, quasi perkussiv übersteigert.

Diese perkussive intensivierung der Klangwirkung durch das Bartók-Pizzikato und die wohlmögliche Reduktion der Tonhöhen auf eine einzige, trägt zur innermusikalischen Mimesis bei, da dadurch die melodiefähigkeit des Instrumentes eingeschränkt wird. Objektiv nähert sich, das betreffende Instrument, der eingeschänkten Melodiefähigkeit von Schlaginstrumenten.

Also, stellt das Pizzikato (Spieltechnik) eine weitere Möglichkeit dar, durch ein akustisches Instrument (hier: Streicher) ein anderes Instrument nachzuahmen (hier: Schlaginstrument), welches einen Klangcharakter erzeugt, der dem Heavy-Sound sehr nah kommt.

  • Bezeichnung:
  • Italienisch: „Pizzikato“
  • Technik:
  • Die Saite wird seitlich gezupft.
  • Resultat:
  • Ein trockener, klarer, perkussiver Klang, der etwas länger klingen kann, wenn er auf dicken Saiten oder größeren Instrumenten produziert wird.
  • Notation:
  • "pizz." Angabe über Notenzeile. Wieder aufgehoben wird "pizz." durch "arco":

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Pizzikato

Beispiel 3/3

Musik von
Richard Wagner

 
Partitur-Bild zu Tristan und Isolde von Richard Wagner [Takte 14-17]
 

Richard Wagner
Vorspiel zur Oper
„Tristan und Isolde“ Takt 14–17
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