Blechblasorchester - Horn 2/2 | Philipp Dangas

Klangkombinationen  [ Horn 2/2 ]

Allgemeines zu Oktavkombinationen mit dem Horn

In der Gruppe der Blechblasinstrumente ist die Oktav-Kombination mit der Trompete zu nennen. Ent­sprechend der Skalenlage beider Instrumente kommt das Horn für gewöhnlich für die untere Stimme in Frage. Die Klangwirkung die erzeugt wird ist nicht homogen. Der Metallklang der Unterstimme der Trompete dominiert.

Das Horn wird in den Fällen als Trom­pete eingesetzt, in welchen melodische Themen vorkommen. Der Posaunenklang könnte zu wuchtig werden. Bei einer Oktav-Kombination mit der Posaune, wird die Gesamt­wirkung durch ihr Klang bestimmt. Als besonders homogen kann die Oktav­verbindung mit der Basstuba bezeichnet werden.

Wirkungsvoll ist auch die Oktavverbindung von Horn und Klarinette (in der Ober­stimme). Dabei wird die weicheste Klangwirkung erzeugt, die überhaupt im Orchester  erzielbar ist.

Bei der Oktav-Kombination vom Horn mit der Oboe in der Oberoktave wird aufgrund der unterschiedlichen Klangfarben keine einheitliche Klangwirkung erzielt. Trotzdem ist diese Verbindung wirksam und reizvoll. Bei der Oktav-Kombination vom Horn mit dem Fagott, das in etwa die gleiche Skalenlage hat, wird in der Regel das Horn (als das klangvollere Instrument) in der Oberstimme eingesetzt.

Bei der Oktav-Kombination vom Horn mit den Streichinstrumenten keine einheitliche Klangwirkung. Doch ist die Oktavverbindung von Horn und Kontrabass in tiefer Lage von essenzieler Wichtigkeit wenn es um die Klangverstärkung (Substanzverstärkung) geht.

Allgemeines zu Akkordkombinationen mit dem Horn

Im orchestralen Satz ist die Bildung eines selbstständigen Hornakkords möglich. Die Verwendung von 4 Hörnern im sinfonischen Satz bildet dabei die Grundlage.

Klangverwandt ist das Horn sowohl mit den Holzblasinstrumenten (mit Ausnahme der Oboe) als auch mit den Bleblasinstrumenten. Dies macht es dem Horn möglich eine „Mittler“-Rolle zu übernehmen. Innerhalb solcher Akkordkombinationen ergeben sich dabei die verschiedensten Klangmischungen.

Sehr Wirkungsvoll ist auch die Akkordkombination zwischen dem Horn und dem Fagott. Geschichtet als auch Gekreuzt können sie aufgebaut sein.

Ein wirkungsvolles Klangergebnis wird durch die Akkordkombination zwischen dem Horn und den Klarinetten erzielt. Jedoch sollte man vor allem im Forte die Holzbläser generell verdoppeln. Ansonsten dominiert der Hornklang.

Generell sind bei Klangkombinationen jeglicher Art die Lautstärkemöglichkeiten der Instrumente zu Beachten und die erforder­liche dynamische Anpassung vorzunehmen. So auch im Falle der Akkordkombination zwischen dem Horn und der Trompete oder Posaune. Doch bei Verwendung des Dämpfers wird der klangfarbliche Unterschied weitgehenstens aufgehoben und die Dynamik ist ungefähr die gleiche.

Im Rahmen des „symphonischen Heavy Metals“ bedeutet das, die Möglichkeit heterogene Instrumenten Gruppen zu Verbinden (mit dem Horn als Vermittler). Dabei ist einerseits der Zielsetzung zu folgen einen Klangcharakter zu erzeugen der dem Heavy Metal sehr nah kommt und andererseits die zahlreichen Möglichkeiten des Orchesterapparats ausnutzen.

Beispiel zu den Akkordkombinationen

[ Horn/Posaune/Basstuba ]

Aufgrund der Klangfarbenverschiedenheit ist es Vorteilhaft, zur Erzielung eines homo­genen Gesamt­klanges bei Akkordkombinationen zwischen Hörner einerseits und Trom­peten oder Posaunen andererseits die Überlagerung mit Unisono-Verschmelzung einzelner wichtiger Stimmen zu Verwenden. Im folgenden wird es Beispielhaft demonstriert:

Downloads zur Partitur[ Unisono-kombination: Horn/Posaune/Basstuba ]

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Akkordkombination

Horn / Posaune / Basstuba

Musik von
Richard Strauss
 
Partiturauschnitt von Richard Strauss, Eine Alpensymphonie
 

Richard Strauss
„Eine Alpensymphonie“
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zum 1.Teil „Unisono-Kombinationen“