Geschichtliche Entwicklung vom Kontrabass - Philipp Dangas

Geschichtliche Entwicklung vom Kontrabass

Grafik zum Kontrabass kann vergrößert werden. Sie ist Verweis-Sensitiv [Anklickbar].

Kurz­beschreibung der Grafik: Kontrabass in kleiner Darstellung

Die Baßistrumente der Familie der Viola da gamba, aus der um 1600 die heutigen Streichinstrumente hervorgingen, waren die Baß-Viola da gamba, Großbaß-Viola da gamba und die Subbaß-Viola da gamba. Aus diesen entwickelten sich die Bas-Geig da braccio (das heutige Violoncello) und der Violone.

Die berühmten Geigenbauer jener Zeit beschäftigten sich bereits mit der Herstellung dieser Instrumente. Es sind besonders, Paolo Maggini (1580-1640) aus Bottocino, zu nennen. Die ersten, mit 5 in Quinten gestimmten Saiten, spielten lange Zeit in der Kunstmusik keine nenneswerte Rolle. Als eines der ersten größeren Werke, in denen der Violone verwendet sein soll, wird die Oper „Alcyone“ (Paris 1706) von Marin Marais (1656-1728) genannt.

In den Werken Johann Sebastian Bachs war es bereits üblich, daß der Violone die Stimme der Celli im Einklang mit diesen spielte. Da die Baß-Violen eine für ihre Verwendung im Orchester zu geringe Klangkraft besaßen, unternahmen es Anfang des 18.Jahrhunderts deutsche und italienische Geigenbauer ein leistungfähigeres Instrument zu schaffen.

Der endgültige Vorgänger des heutigen Kontrabasses entstand um die Mitte des 18.Jahrhunderts. Im zweiten Viertel des 19.Jahrhunderts kam der 3-saitige Kontrabass außer Gebrauch und der 4-saitige trat an seine Stelle. Der Hauptgrund lag in der Ausbreitung der Klangskala des romantischen Orchesters vor allem nach der tiefe zu. Richard Wagner, der am Anfang seines „Rheingold“ das langanhaltende Orgelpunkte-E1 verlangte, behalf sich damit, dem Kontrabassisten vorzuschreiben, die E1-Saite nach Es1 herabzustimmen. Dies war möglicherweise der Anlaß, den Kontrabass mit einer 5en-Saite zu versehen. Heute an Stelle der C1-Saite wird jetzt mit Rücksicht auf eine einheitliche Quartenstimmung der Saiten eine H2-Saite verwendet. Quelle: Hans Kunitz „Die Instrumentation“.

Tonbeispiel zum Klang vom Kontrabass
Download-Größe: 159 Kilobyte
Verwendung vom Kontrabass in der Musik
Komponist Werk Musikstil
Sergej Prokofjew Quintett für Oboe, Klarinette, Violine, Viola und Kontrabass opus. 39 Kammermusik
Sergei Kussewizki Valse miniature opus.1, Berceuse Kammermusik
Giovanni Bottesini Concerto No.2 in h-Moll Orchester
Giovanni Bottesini Streichquartett in D-Dur Kammermusik

Web site Weiterempfehlen

Empfänger
Absender

Spamschutz 
Das Formular wird verarbeitet ... Bitte etwas Geduld!

Lösen Sie die folgende Rechenaufgabe um das Formular zu versenden!