Notierung und Tonerzeugung der Pauke - Philipp Dangas

Notierung und Tonerzeugung der Pauke

Grafik zur Notierung und Tonerzeugung der Pauke kann vergrößert werden. Sie ist Verweis-Sensitiv [Anklickbar].

Notenbild zum Tonumfang der Pauke in kleiner Darstellung

Die Tonerzeugung bei der Pauke erfogt grundsätzlich nur durch Anschlagen des Fells mit einem bzw. zwei Schlegeln. Die beste Klangwirkung ergibt sich, wenn der sogenannte Schlagfleck, d.h. die Stelle des Anschlages auf dem Fell, etwa eine Handbreite vom Rande entfernt liegt. Wird der Schlag­fleck näher zur Mitte verlegt, so wird der Klang dumpf und zugleich höher. Dabei werden zum Teil nicht miteinander harmonisierende Obertöne erzeugt, die das erkennen der genauen Höhe des Grundtones erschweren (vor allem bei kurzen Schlägen).

Der starke Nachklang der Pauke vor allem im fortisimo [ ff ], ist eine Unterscheidung der Höhe der einzelnen Tönen nur dann möglich, wenn der Spieler harte Flanellschlegel verwendet. In langsamem Tempo ist die Unterscheidung durchaus möglich (bei gleicher Lautstärke). Der Nachklang ist auch das wichtigste Hindernis für die Ausführung einer schnellen Folge einzel­artikulierter Töne von verschiedener Höhe. Wird nämlich die Pauke während der Dauer des Nachklanges umgestimmt, so verwandelt sich der klingende präzise Ton in ein Glissando . In schnellen Tonfolgen muss also bei jedem Wechsel der Tonhöhe auf eine andere Pauke übergegangen werden. Dies gilt auf gleicher Weise für die Ausführung des Wirbels.

Die Pauken werden heute ausnahmelos unter Verwendung des Baßschlüssels ihrem wirklichen Klange entsprechend notiert. Während in den Partituren Johann Sebastian Bachs und seiner Zeit­genossen die Paukenstimmen nur mit der Vorschrift „Timpani“  bzw. „Pauken“ bezeichnet wurden, fügte man in der zeit der Klassiker dieser Vorschrift die Angabe der Stimmung der beiden Pauken hinzu, notierte sie jedoch weiterhin in C. Diese Gepflogenheit wurde seit Ludwig van Beethoven auf­gegeben, der zwar weiterhin 2 Pauken verwendete, sie aber in anderen Intervallen als bis dato einsetzte. Quelle: Hans Kunitz „Die Instrumentation“.

Tonbeispiel zum Klang der Pauke Download-Größe: 97.2 Kilobyte
Spieltechniken und Spieleffekte auf der Pauke
Name der Spieltechnik bzw. Effekt geeignet nicht geeignet
Wirbel ×
eintöniges-Tremolo ×
zweitöniges-Tremolo
(kl.- und gr.Sekunde)
×
zweitöniges-Tremolo
(kl.Terz und größere Intervalle)
×
Vorschlag-eintönig ×
Vorschlag-zweitönig ×
Pralltriller ×

Web site Weiterempfehlen

Empfänger
Absender

Spamschutz 
Das Formular wird verarbeitet ... Bitte etwas Geduld!

Lösen Sie die folgende Rechenaufgabe um das Formular zu versenden!