Geschichtliche Entwicklung der Violine - Philipp Dangas

Geschichtliche Entwicklung der Violine

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Kurzbeschreibung der Grafik: Violine in kleiner Darstellung

Als ältestes nachweisbares Streichinstrument wird meist das indische Ravastron genannt. Es gelangte in etwas weiter­entwickleter Form über Persien und den Altarabischen Kul­tur­kreis nach Spanien, wo schon um 800 unter dem Namen Rebec feststellbar ist. Der Rebec war verwandt mit dem keltischen Crwth der wiederum der alt­ger­ma­nischen Rotte entsprach.

Aus der griechischen und römischen Antike sind keine Streich­instrumente überliefert. In Deutschland waren bereits zur Zeit der Kreuzzüge die gige und die fidel beliebte Instrumente der Minnesänger und der fahrenden Spielleute. Beide Arten ähnelten einander.

Als eigentliche Vorgängerin der heutigen Streichinstrumente kam im 13.Jahrhundert die Viola auf, und zwar in 2 Arten, nämlich als viola da gamba (d.h. „Kniefidel“, nach dem ital.: gamba = Knie), kurz „Gambe“ genannt und als viola da braccio (d.h. „Armfidel“, nach dem ital.: braccio = Arm ). Die Weiterentwicklung der Viola da braccio führte im 16.Jahrhundert zum Entstehen der Violine in ihrer heute noch gültigen Form. Sie entwickelte sich aus der Diskantform der Viola da braccio, deren Haupt- bzw. Stamminstrument in der Altlage der heutigen Bratsche stand.

Der Name „Violine“ ist die deutsche Form der italienischen Bezeichnung „violino“, die durch Anhängen der italienischen Verkleinerungssilbe „ino“ an den Namen Viola entstand, also so viel wie „kleine Viola“ bedeutet. Man verwendete in Deutschland aber auch für dieses neue Instrumentden bisher schon für die Viola da braccio gebräuchlichen, aus „gige“ entstandenen Namen Geige weiter.

Der Violinbau kam zuerst in Italien auf. Als erster Violinbauer gilt Gasparo da Salò aus Brescia (1542-1609). Ein weiteres berühmtes Geigenbauzentrum in Italien war Cremona. Die namhaftesten Vertreter der Schule von Cremona waren Nicolo Amati (1596-1684), Antonio Stradivari (1644-1736) und Guiseppe Antonio Guaneri (1687-1745). In Deutschland entstand bereits in den Anfangszeiten der italienischen Geigenbaukunst die sogenannte Tiroler Schule deren Glanzzeit in die Jahre 1640-1712 fällt und deren berühmtester Vertreter Jakob Stainer in Absam (1621-1683) und die Geigen­bau­familie Klotz in Mittelwald waren. Quelle: Hans Kunitz „Die Instrumentation“.

Tonbeispiel zum Klang der Violine [„24 Capricci“ von Nicoló Paganini ] Download-Größe: 249 Kilobyte
Verwendung der Violine in der Musik
Komponist Werk Musikstil
Niccoló Paganini 24 Capricen Solistisch
Nikos Skalkottas Sonate für Violine solo A/K 69 Solistisch
Johann Sebastian Bach Sonate No.1 in g-moll, BWV [ Bach-Werke-Verzeichnis ] 1001 Werk für Soloinstrument
Johann Sebastian Bach Partita No.1 in h-Moll, BWV [ Bach-Werke-Verzeichnis ] 1002 Werk für Soloinstrument
Ludwig van Beethoven 9. Symphonie d-Moll opus 125 Orchester-Musik
Ludwig van Beethoven 5. Symphonie c-moll opus 67 „Schicksalssinfonie“ Orchester-Musik
Johannes Brahms 3. Symphonie F-Dur opus 90 Orchester-Musik

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